Die Lebenserwartungslücke wächst
Sozioökonomische Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Deutschlands Regionen
03.04.2025
Eine neue Publikation im Journal of Health Monitoring weist auf steigende gesundheitliche Ungleichheiten in Deutschland hin. Die Lebenserwartungslücke, ein zentraler Indikator für gesundheitliche Chancen(un)gleichheit, lag in der Periode 2020 bis 2022 in Regionen mit der höchsten Deprivation für Frauen 4,3 Jahre und für Männer 7,2 Jahre niedriger als in Regionen mit der niedrigsten Deprivation. Dieser Trend, der seit Mitte der 2010er Jahre zunimmt und sich durch die COVID-19-Pandemie verstärkt hat, macht die Notwendigkeit politischer Maßnahmen deutlich.
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Armut macht krank, Krankheit macht arm.
Forderungen der Nationalen Armutskonferenz zu gesundheitsbezogenen Aspekten der Armut in Deutschland
28.03.2025
Die Nationale Armutskonferenz (nak), Mitglied des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit, ruft die Abgeordneten des 21. Deutschen Bundestages zu einer aktiven Politik der Armutsbekämpfung auf. Es gelte, die aktuell bestehende Kausalität „Armut macht krank, Krankheit macht arm“ endlich aufzulösen. Dazu trägt die nak konkrete Forderungen vor. Allen Einzelforderungen ist gemein, dass dezentrale Versorgungsstrukturen – vor Ort u.a. in Landkreisen, Städten und Gemeinden – erhalten und, wo sie fehlen, aufgebaut werden sollten.
Hier lesen Sie das Positionspapier.
Schlagwörter:Armut und Gesundheit, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Wohnungslose
Rollen- und Kompetenzmodell für die Koordinierung kommunaler Gesundheitsförderung
26.03.2025
Integrierte kommunale Gesundheitsförderung wird für die Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit immer wichtiger. Die erfolgreiche Umsetzung integrierter kommunaler Gesundheitsförderungsprozesse erfordert eine*n zentrale*n Koordinator*in. In dieser Studie wurde untersucht, welche Kompetenzen notwendig sind, um die umfangreichen Koordinationsaufgaben erfolgreich zu bewältigen. Die Ergebnisse wurden zu einem Konzept für ein Rollen- und Kompetenzmodell zusammengefasst. Zentrale Kompetenzen für die Koordination der kommunalen Gesundheitsförderung sind u.a. Public-Health-Fachwissen, interprofessionelle Kompetenzen sowie Koordinations-, Kommunikations- und Managementkompetenzen. Das Modell unterstreicht einmal mehr auch die Notwendigkeit, sektorenübergreifend zu arbeiten.
Hier geht's zum englischsprachigen Fachartikel "Role and competency model for coordination tasks in municipal health promotion: findings from an integrative review" von Patricia Tollmann, Sven Dieterich, Maja Kuchler, Janna Leimann, Laura Lubosch, Vivien Mielenbrink, Pia Rangnow, Stefanie Terhorst und Eike Quilling.
Schlagwörter:Kommunale Strukturen
14.03.2025
- Lukas Oettle, beneFit e.V., Theresa Wießmann, beneFit e.V.
Der Verein beneFit e.V. aus Freiburg im Breisgau ermöglicht mit einem partizipativen, niederschwelligen und inklusiven Konzept Menschen in prekären Lebenslagen Zugang zu vielfältigen Sport- und Bewegungsangeboten sowie zu weiteren Freizeitaktivitäten.
Schlagwörter:Bewegungsförderung, Inklusion
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Einsamkeit in Deutschland – eine ausführliche Analyse
Spezifische Facetten, regionale Verbreitung und besondere Risikoprofile
10.03.2025
Die Zahl der Menschen, die angeben, einsam zu sein, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Studie untersucht auf Basis von aktuellen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) die Verbreitung von Einsamkeit anhand spezifischer Facetten von Einsamkeit (Alleinsein, Isolation, Ausgeschlossenheit), regionale Unterschiede und besonders betroffene Personengruppen. Die gefährdetste Gruppe sind demnach Menschen mit niedrigem Einkommen, vor allem, wenn sie männlich sind und einen Migrationshintergrund haben.
Schlagwörter:Ältere, Einsamkeit
Gesundheitskompetenz und Gesundheitsverhalten
Einblicke in ein sich weiter ausdifferenzierendes Forschungs- und Handlungsfeld
05.03.2025
Der Fachartikel zeigt die Zusammenhänge zwischen Gesundheitskompetenz und Gesundheitsverhalten auf. Er fasst Studien zusammen, die zeigen, dass eine höhere Gesundheitskompetenz oft mit einer gesünderen Lebensweise einhergeht, zum Beispiel in den Bereichen Ernährung und körperliche Aktivität. Der Ansatz „Behavioural and Cultural Insights“ kann dabei helfen, individuelle Barrieren und Lebensumstände besser zu verstehen.
Lesen Sie hier den Artikel aus dem Bundesgesundheitsblatt.
Schlagwörter:Gesundheitskompetenz
Gesundheitskiosk in Bochum-Wattenscheid eröffnet
27.02.2025
Für mehr gesundheitliche Chancengleichheit in der Bevölkerung öffnete am 12. Februar der Gesundheitskiosk in Bochum-Wattenscheid seine Türen. Die neue Einrichtung ergänzt die gesundheitliche Versorgung im Stadtteil und nimmt eine wichtige Rolle als Beratungs- und Lotseneinrichtung wahr.
Sehen Sie hier die Beschreibungsseite der fördernden AOK NordWest
und hier die aktualisierte Übersicht "Gesundheitskioske - beispielhafte Einrichtungen".
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